02 Mai
2010
Verstärkung
zum Geburtstag
Die
Feuerwehr
Mixnitz hatte am zweiten Mai gleich doppelten Grund zum Feiern: Das 130jähriges Bestehen
gab Anlass zur
Freude und gleichzeitig wurde ein neues Einsatzfahrzeug seiner
Bestimmung
übergeben.
Bei der
Feldmesse am Floriani-Sonntag wurde der neue LKWA (Lastkraftwagen mit
Allradantrieb) gesegnet und anschließend erfolgte von Frau
Bürgermeisterin
Irmgard Hagenauer die Überreichung der Schlüssel. Danach lud die
Feuerwehr
Mixnitz zum gemeinsamen Festessen der Ehrengäste und der Bevölkerung
ins
Rüsthaus.
Neben der
Verkostung aus der hauseignen Feldküche präsentierte die Feuerwehr eine
Unimog
–Ausstellung und eine Fotoausstellung. Insgesamt konnten 10 Unimogs
besichtigt
werden. Die Spannweite der Fahrzeuge reichte von Oldtimern bis zu den
modernsten
Fahrzeugen, die in der Straßenerhaltung und im industriellen Bereich
eingesetzt
werden. Darüber hinaus konnte im Rüsthaus eine Fotoausstellung über das
Entstehen der Feuerwehr Mixnitz besichtigt werden.
Die
Veranstaltung war mit circa 350 Besuchern ein voller Erfolg und die
Feuerwehr
Mixnitz bedankt sich bei allen Helfern die durch ihre tatkräftige
Unterstützung
zum Gelingen beigetragen haben!
Mit modernster Technik in den Einsatz: Der
neue LKWA
Das neue
Fahrzeug dient als Ersatz für den 28 Jahre alten KLFA
(Kleinlöschfahrzeug mit
Allradantrieb) auf einem Steyr Puch Pinzgauer 6x6 Fahrgestell. Als
neues
Fahrgestell wurde ein Mercedes Benz Unimog U4000 gewählt. Um möglichst
einfach
und sicher beherrschbar zu sein, verfügt das Fahrzeug über eine
Motorleistung
von 218 PS, Allradantrieb, Differenzialsperren, Geländeuntersetzung und
Automatikgetriebe. Dieses Fahrgestell verbindet derzeit die Möglichkeit
der
Verladung von Rollcontainern mit einer für die Feuerwehr erforderlichen
Robustheit und Geländegängigkeit des Fahrzeuges. Dadurch bleibt die
Grundfunktion eines KLFA erhalten. Durch den Aufbau mit Containern ist
das
Fahrzeug sehr flexibel einsetzbar und leicht mit neuen Gerätschaften zu
bestücken. Die einzelnen Container erfüllen unterschiedliche Funktionen
wie Wasserentnahme,
Stromerzeugung, technische Hilfeleistung und darüber hinaus ist ein
Schlauchcontainer vorhanden. Diese Technik ermöglicht eine Flexible und
schnelle Handhabung bei Einsätzen.
Die
Schutzausrüstung für die Mannschaft ist in der Fahrerkabine
untergebracht und
somit immer zugänglich.
Die Geschichte der Feuerwehr Mixnitz: Seit
130 Jahren im Einsatz
Bereits um
1880 ist
eine Organisation zur Feuerbekämpfung in Mixnitz dokumentiert. Am
Anfang
standen nur eine Hütte, eine kleine Handspritzte und einige Eimer zur
Verfügung. 1906 wurde diese Löschgemeinschaft als Löschzug der
Feuerwehr
Pernegg zugeordnet. Auf Initiative des Feuerwehrhauptmannes Anton
Herman aus
Pernegg und unter dem damaligen Hauptmann aus Mixnitz, Franz Schlager,
wurde 1930
mit dem Bau eines Rüsthauses begonnen. Nur ein Jahr später wurde es
seiner
Bestimmung übergeben und die Feuerwehr konnte in das neue Rüsthaus
umsiedeln. Die
Feuerwehr Mixnitz kann seit 1932 auf eine eigenständige Geschichte
zurückblicken.
Die ersten
Bewährungsproben folgten bald mit Wohnhausbränden und Überschwemmungen.
Die
Eisenbahn verursachte 1943 einen Waldbrand, der mit der Hilfeleistung
von den
Feuerwehren Pernegg und Röthelstein und mit der Hilfe von russischen
und französischen
Kriegsgefangenen gelöscht werden konnte. Nur sechs Jahre später wurde
die
Feuerwehr Mixnitz wieder zu einem großen Waldbrand gerufen, der nur mit
tatkräftiger Unterstützung von mehreren benachbarten Feuerwehren
bekämpft
werden konnte. Schon damals zeigte sich, dass die nachbarliche
Hilfeleistung
zur Bekämpfung von großen Schadensereignissen unerlässlich ist.
Auch wenn
die
Feuerwehren –wie der Name bereits vermuten lässt- eigentlich zur
Bekämpfung der
bedrohlichen Feuer gegründet wurden, wurden sie aufgrund der
vorhandenen
Hilfsmannschaften und den notwendigen Gerätschaften schon früh zur
Hilfe bei
„technischen Einsätzen“ herangezogen. Immer wieder kam es zu Unfällen
mit
Fuhrwerken, bei denen Menschen und Tiere verletzt oder gar getötet
wurden.
Dieser Trend
hat
sich bis in die Gegenwart fortgesetzt. Im vergangenen Jahr standen 87
technische Einsätze 4 Einsätzen zur Feuerbekämpfung gegenüber. Die
Feuerwehr
Mixnitz besteht bei ihrem 130. Geburtstag aus 50 Mitgliedern und 4
Fahrzeugen.
Besonders erfreulich ist dabei, dass der Zustrom von allen
Bevölkerungsschichten erfolgt. So kann die Feuerwehr Mixnitz sowohl
jedes Jahr
zahlreiche Jungfeuerwehrleute begrüßen, als sie auch einen
überdurchschnittlich
hohen Anteil an Feuerwehrfrauen verzeichnen kann.
Der
Entschluss
vor 130 Jahren gemeinsam gegen das Feuer anzukämpfen war der Beginn des
organisierten Feuerlöschwesens in Mixnitz und der Grundstein für die
seit 1932
eigenständige Feuerwehr. Die Mitglieder der Feuerwehr sind stolz
darauf, sowohl
ihre Rettungs-Aufgaben erfüllen zu können, als auch ein Teil der regen
Gemeinschaft in Mixnitz zu sein. |